Die Geschichte des Kinovereins:
Gründung - erste Vorstellung:
Nachdem am 1. November 1989 das privat betriebene Kino "Murr-Lichtspiele" in der Murrhardter Lindengasse aus wirtschaftlichen
Gründen geschlossen wurde, bildete sich die Interessengemeinschaft "Kommunales Kino". Am 4. Mai 1990 wurde aus der
Interessengemeinschaft der Verein Kommunales Kino Murrhardt.
Vor der Gründungsversammlung, die im Heinrich-von-Zügel-Saal der Stadtbücherei Murrhardt stattfand, wurde in vier
Arbeitsgruppen die Gründung des Vereins vorbereitet. Auch die örtliche Zeitung trug ihren Teil zum großen Interesse
an einem Kinoverein bei: Mit einer Werbeaktion ließen sich über 300 Interessenten finden, die entweder aktiv oder
passiv ihren Teil zur Murrhardter Kinokultur beitragen wollten. Als Vorstände wurden an diesem Abend Hardy Wieland
und Birgit Häbich gewählt. Kassier wurde Alexander Hatzigiannidis, "Gründungs"-Beisitzer Maria Hess, Michael Zaar
und Rudi Schwinger.
Nach der Gründungsversammlung erarbeiteten die verschiedenen Arbeitsgruppen ein Konzept, in der Fragen zur Zielgruppe,
der Finanzierung und die der Räumlichkeiten geklärt wurden. Dieses Konzept legte der Verein dem Gemeinderat im Juli 1990
vor. Vor allem bereitete in der näheren Zukunft das räumliche Problem Kopfzerbrechen. Erst im Juni 1992 unterzeichnete
die Stadtverwaltung den Kaufvertrag für das ehemalige Lichtspielhaus in der Lindengasse. Zudem willigte er einen
Zuschuss von 6000 DM ein. Die Einrichtung im Gebäude war zwar fast komplett vorhanden und es dauerte nur vier Monate,
bis "Erbarmunglos" Ende Oktober 1992 als erster Film über die Leinwand der Murr-Lichtspiele flimmern konnte, aber in
der Zwischenzeit hatte der Verein dennoch einiges zu tun: Neben Renovierungen mussten ja auch noch Programm und das
dazugehörige Programmheft erstellt werden, was großen Arbeitseinsatz erforderte.
Nach einem halben Jahr zogen die Kinomacher erste Bilanz. Und die sah gut aus: In 141 Vorführungen besuchten insgesamt 4248
Personen eine Kinovorstellung (durschnittl. 30 Personen pro Vorstellung). Auch ein neuer Vorstand war zu wählen: erster
Vorsitzender wurde Alexander Hatzigiannidis, zweiter Vorsitzender Günther Schock. Als Kassier wurde Michael Zaar gewählt.
Beisitzer: Hartmut Schock, Christian Ruppert und Ralph Hübner.
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